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Technische Details Post-Release Monitoring

Kurz vor der Auswilderung wird jedem Orang-Utan ein Implantat eingesetzt. Der Sender ist rund, etwas grösser als ein 5 Franken-Stück, etwa 1 Zentimeter dick und wird im Nacken implantiert. Die Kosten dafür betragen etwa 500 Franken pro Tier. Zusätzlich werden Empfänger benötigt. Derzeit setzt die BOSF Telonics Biomedical Receiver TR 4 142/146 MHz für etwa 760 Franken das Stück oder Biotrack Sika Receiver - 8 MHz für ca. 1.720 Franken das Stück ein. Die Kosten für die Antennen (RA 2AK o.ä.) belaufen sich auf etwa 250 Franken.

Dass die BOSF bei dieser Technologie mit einem Implantat arbeiten kann, reduziert die Verletzungsgefahr massiv. Der Eingriff erfordert nur einen kleinen Schnitt, die Wunde verheilt in der Regel schnell und ein Armband oder eine Fussfessel, an der das Tier leicht hängen bleiben kann, werden nicht benötigt. Je trockener die Umgebung des Implantats, umso besser das Signal. In der Regel haben die Implantate eine Batteriedauer von zwei bis drei Jahren. Danach verlieren wir das Signal.

Die Überwachung ausgewilderter Orang-Utans mit neueren Technologien (z.B. per Satelliten Technologie) befindet sich in der Testphase. Da die Sender auf Grund ihrer Grösse nicht implantiert werden können kommt nur eine Befestigung am Hand- oder Fussgelenk in Frage. Auch Drohnen könnten in Zukunft im Post-Release Monitoring zum Einsatz kommen.